Warum sind diese Rassen „so“ “Teuer ?

 

 

Viele Überlegungen und Fragen schleichen sich ein, wenn man sich einen Traum von Bengal erfüllen möchte.

Meist wird gespart und dennoch mit dem Gedanken gespielt, oh man diese Züchter verdienen sich bei diesen Preisen eine goldene Nase.

Das ist grundlegend falsch.

Wer richtig und mit Herz züchtet, verdient an seiner Zucht nichts, sondern hat lediglich eine Liebhaberei, die er jedem Menschen der sich für diese Rassen interessiert, zugängig machen möchte.

Bevor ich in eine Zucht einsteige, muss ich zunächst mal einige Züchter besuchen, um das entsprechende Startkitten und den dazugehörigen Startkater zu finden.

Danach folgen 1 Jahr lang mal nur Kosten wie Tierarzt, Ultraschall, Blutabnahme, Kotproben und Futter.

Beim Kauf eines weiblichen Tieres kann es passieren, dass dieses vom Fell her extrem gut gekennzeichnete ist sich dennoch nicht zur Zucht eignet.

Kein Züchter kann garantieren, dass sich das ausgesuchte Mädchen auch zu einer Zuchtkatze entwickelt.

Hierbei sind nicht die Qualitäten als charakterlich geeignete Mama gemeint, sondern die Organe. Niemand, auch kein Züchter, kann 100%ige Gewissheit geben. Deshalb werden die meisten Kitten nur an Liebhaber verkauft, teils schon kastriert im Alter von 16 Wochen. Die früheste Abgabe erfolgt mit 12 Wochen, weil bis dahin das Minimum von der Mama gelernt wurde.

Es entsteht automatisch auch der Gedanke, wo sollen denn die werdenden Mütter mit ihren Kleinen untergebracht werden, um nicht gleich jedem den Zugang zu den Kitten zu gewähren, denn diese Rassen sind im Kittenalter sehr empfindlich. Stress kann zu großen Schaden führen.

Da diese Rasse gezüchtet werden, um ein wildes Aussehen zu erhalten aber dem Charakter der Hauskatze, ist diese Rasse noch sehr extrem und nicht vergleichbar mit einer Hauskatze oder anderen Rasse. 

Die Mütter selektieren bei ihren Kitten sehr genau aus, was nicht erfolgversprechend ist, wird auch nicht mehr versorgt oder gar getötet.  Dass eine Mutter eventuell mal keine Milch produziert, (hatte ich im Juli 18 ,6 Kitten ) oder gar das Interesse am gesamten Wurf verliert oder überfordert ist, bedeutet dann, dass sich der Züchter selbst um diese Kitten kümmern muss. Das ist zeitintensiv und auch manchmal mit Misserfolgen gekrönt.

Die Tragzeiten der zu vereinenden Tiere sind unterschiedlich lang und damit ist ein Misserfolg vorprogrammiert bei nicht genug Wissen. 

Der Ausbau eines Zimmers nur für die Ruhe und Spielzone der Katzen ist selbstverständlich und gehört zur Zucht.

Liebhaber und Zuchtpreise sind bei Interesse zu erfragen!

Vielleicht kann ein Interessent nun diese Preise verstehen. Für Fragen stehen ich Ihnen immer selbstverständlich zur Verfügung.

 

 

 

 

Zugang von der Wohnung aus

 

 

Eine artgerechte, optimale und stressfreie Haltung der Zuchttiere hat ihren Preis, bedeutet sehr viel Aufwand des Züchters, finanziell wie auch zeitlich und hat einen großen Einfluss auf das Immunsystem der Zuchttiere sowie deren Nachwuchs.

Nur dadurch ist die Mutterkatze in der Lage, dies über die Muttermilch an ihre Kitten weiterzugeben.

Als zukünftiger Katzenbesitzer profitieren sie davon, dass sie ein gesundes und psychisch stabiles Kitten erhalten, welches dann auch nicht so anfällig für Krankheiten ist. 

 Fürsorge ist auch eine Art der Gesundheitsvorsorge und ist eng mit dem Schutz vor Krankheiten verbunden. Gesundheit der Zuchttiere und deren Nachwuchs hat auch viel mit Wohlbefinden der Tiere zu tun, das wiederum durch vernünftige Ernährung, Zuneigung und Pflege. Bei uns Menschen ist es nicht anders.


Bengal ist nicht gleich Bengal